So beobachtet man Steinböcke.

Noch vor rund 110 Jahren galt der Steinbock als ausgerottet. Heute trifft man in der Schweiz wieder grosse gesunde Populationen.

Geschichte

Um den Steinbock wieder anzusiedeln, stibitzte man 1906 drei Jungtiere aus dem Jagdrevier des italienischen Königs Viktor Emanuel III. und züchtete sie erfolgreich im St. Galler Wildpark «Peter und Paul». Aus diesen Züchtungen verbreiteten sie sich schliesslich im St. Galler Oberland, in Graubünden, um Bern und im Schweizer Nationalpark immer mehr. Heute leben in unseren Alpen rund 16 300 Steinböcke. Sie sind bundesrechtlich geschützt – und trotzdem jagdbar.

Niederhorner Steinbock-Kolonien, Beatenberg, BE

Hoch über dem Thunersee leben in diesem Naturparadies Steinbock-Kolonien friedlich neben Gämsen, Murmeltieren und Steinadlern.
Tipp: Es gibt speziell frühe Bahnfahrten aufs Niederhorn, denn zur Dämmerungszeit lassen sich viele dieser Tiere beobachten.

Wildpark Peter und Paul, St. Gallen, SG

Gegründet wurde der Wildpark, um der Stadtbevölkerung die einheimischen Wildtierarten zeigen zu können. Schon damals waren die Gehege aussergewöhnlich gross, und sie sind es noch heute.

Steinbockzentrum in Wergenstein, GR

Rund um den Piz Beverin lebt eine grosse Steinbock-Kolonie mit rund 350 Tieren. Im Center da Capricorns in Wergenstein kann man den Steinbock bei einer Ausstellung hautnah erleben.

Verhaltenstipp:

Steinböcke sind scheue Tiere. Man sollte sich ihnen nicht zu schnell nähern, um sie nicht zu erschrecken. In manchen Gebieten haben sich die Steinböcke an die Menschen gewöhnt und zeigen ihnen gegenüber wenig Scheu – sie lassen sie sogar bis 20 Meter an sich heran.

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