So geht Micro-Farming.

Nicht allen ist ein eigener Gemüsegarten gegönnt. Das heisst aber nicht, dass man nicht auch auf dem Balkon sein eigenes Gemüse ziehen kann. Kein Platz zu klein, ein Garten zu sein.

Der Kartoffelturm: ein Hoch auf das Hochbeet

Wer braucht schon einen Acker, wenn er einen Balkon oder eine Terrasse hat? Auf kleinstem Raum lassen sich mit dem Kartoffelturm Kartoffeln ziehen. Der Kartoffelturm nutzt die Eigenschaft der Kartoffeln, mehrere Lagen Knollen bilden zu können, und er ist schnell eingerichtet: Man braucht lediglich einen grossen, hohen Blumentopf oder eine Kiste mit bis
zu 80 Zentimeter Höhe, die mit der Pflanze mitwachsen kann. Alternativ eignen sich auch hervorragend alte Autopneus. Geben Sie 15 Zentimeter Erde in den Topf und verteilen Sie die Kartoffeln auf dieser Fläche mit einem Abstand von 8 bis 10 Zentimeter. Sobald das Blattgrün ca. 15 Zentimeter über der Erde steht, werden die Triebe wieder mit Erde bedeckt, bis nur noch die Blattspitzen herausschauen. Und so wiederholt sich das, bis der Blumentopf oder die Kiste gefüllt ist. Insgesamt dauert es rund 100 Tage bis zur reichhaltigen Ernte.

Tipp:

Leider mögen Schnecken das Kartoffelkraut sehr gern. Streuen Sie daher biologisch unbedenkliches Schneckengift.

Weiteres Balkongemüse:

Neben Kartoffeln wächst auch anderes klassisches Gemüse auf dem Balkon. So gedeihen Pepe­roni und Peperoncini ideal im Blumenkasten, ebenso wie Radieschen, Salate, Tomaten, Erbsen, Auberginen und Spinat. Aber auch Erdbeeren und verschiedene Obstsorten lassen sich im Kasten oder Topf anpflanzen.

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