So «liest» man Wolken.

Stratokumuli, Altokumuli und Zirrokumuli: Das sind keine Namen aus der finnischen Fabelwelt, sondern Wolkenformen. Sie verraten mehr über das Wetter, als man auf den ersten Blick sieht.

Zirrus- oder Federwolke:

Zirruswolken sind dünne Formationen aus Eiskristallen in grosser Höhe, die wegen der Höhenwinde an grosse weisse Federn erinnern. Diese Wolkenform kündigt meistens eine Warmfront an. Federwolken bilden sich auch durch Kondensstreifen von Flugzeugen.

Zirrokumulus:

Zirrokumuli sind dünne, kleine weisse Eiskristallwolken und werden umgangssprachlich auch Schäfchenwolken genannt. Sie sind entweder gleichmässig verteilt oder bilden feine Flöckchen. Sie deuten auf instabile Luftverhältnisse hin – das Wetter ändert sich. Im Sommer heisst das vor allem Gewitter.

Zirrostratus- oder Schleierwolken:

Wenn Sie in den Himmel gucken und das Blau nicht erkennen, dann handelt es sich mit grosser Wahrscheinlichkeit um Schleierwolken. Sie legen weisse Schleier vor die Sonne und können sich so verdichten, dass die Temperaturen sinken. Spätestens nach 36 Stunden ist mit Regen zu rechnen.

Altokumulus:

Altokumuli sind mittelhohe weisse oder graue Wolkenformationen, die schuppen- oder wabenartig aussehen können. Sie verheissen beständiges Wetter und sind meist harmlos.

Stratokumulus:

Stratokumuli sind graue, manchmal auch weisse Haufenschichtwolken, welche die Sonne durchblicken lassen. Sie haben einen abkühlenden Effekt auf das Klima und bringen darum oft Regen mit – muss aber nicht sein.

Stratuswolken:

Stratuswolken kündigen in der Regel schlechtes Wetter an. Sie bilden eine durchgängige graue Wolkenschicht ohne erkennbare Form und hängen tief am Himmel. Da sie viel Wasser enthalten, bringen sie lang anhaltenden Regen mit.

Nimbostratus:

Nimbostratus sind graue Schnee- oder Regenwolken. Sie bedecken den gesamten Himmel. Die Unterseite ist dunkel, weil die grossen Regentropfen dort kaum noch Sonnenlicht durchlassen. Achtung: Es ist mit Dauerregen zu rechnen.

Kumuluswolken:

Kumuluswolken sind hübsch anzusehen und ziehen bei schönem Wetter am Himmel entlang. Sie können viele Formen annehmen, meistens aber erinnern sie an Blumenkohlröschen. Eine Kumuluswolke kann einen Quadratkilometer gross und einen halben Kilometer hoch sein. Sie enthält bis zu 200 Tonnen Wasser. Wenn sich Kumuluswolken mittags bilden und abends wieder auflösen, dann bleibt das Wetter schön. Bilden sie sich morgens oder abends, kann das Wetter bald schlechter werden.

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