So passiert man einen Pass.

Schon seit Römerzeiten sind Saumpfade über die Alpen bekannt, und sie sind noch heute beliebte Wanderrouten – zum Glück ungefährlicher und bequemer als damals.

Gemmipass, VS, BE: Die historische Passwanderung

Der Klassiker unter den Schweizer Wanderrouten wurde schon von den Römern als Pass benutzt. Auch wenn der Weg steil und anstrengend ist, macht die Route grossen Wanderspass. Okay, ein bisschen Kondition brauchts schon, vor allem der Aufstieg auf der Walliser Seite ist sehr anstrengend. Doch es lohnt sich.

Ausgangsort: Leukerbad
Zielort: Kandersteg
Wanderzeit: ca. 6–7 Stunden
Distanz: 19 Kilometer
Anspruch: leicht bis mittel
Tipp für Gemütliche: Luftseilbahnen Kandersteg – Sunnbüel und Gemmipass – Leukerbad

Verpflegungstipp: Das 1742 erbaute Berghotel Schwarenbach, wo schon Goethe, Mark Twain und Pablo Picasso gastierten, lädt zur frohen Rast.

Gotthardpass, UR, TI: Magischer Ort

Der Pass der Pässe ist eine der schönsten Wanderungen überhaupt. Los gehts in Göschenen, durch die Schöllenenschlucht und über die Teufelsbrücke nach Andermatt. Auf der Pflästerung des legendären Saumwegs gehts von Andermatt nach Hospental, wo es noch alte Sustgebäude hat und Teile der alten Postkutschenstrasse, vorbei an den surrealen Lüftungsanlagen des Autobahntunnels rauf auf die Passhöhe. Auf der Südseite führt der Weg neben der berühmten Tremola-Strasse nach Airolo hinunter.

Ausgangsort: Göschenen
Zielort: Airolo
Wanderzeit: ca. 6–7 Stunden
Distanz: 25 Kilometer
Anspruch: leicht bis mittel

Verpflegungs-/Übernachtungstipp:
La Claustra ist eine Oase im Berg auf rund 2000 m ü. M., ein «Gasthaus» in einem ausgedienten Artillerie-Bunker einer Reduit-Festung. Neben einem Restaurant gibt es 17 individuell gestaltete Zimmer.

Albula/Bernina, GR: Mehrtageswanderung

Sie haben ein paar Tage Zeit und wollen etwas erleben, von dem Sie noch Ihren Urenkeln erzählen werden? Dann sei Ihnen die Mehrtageswanderung entlang der Rhätischen Bahn (RhB) empfohlen. Bei dieser Route gibt es mehrere Natur- und Klimazonen, von hochalpin bis subtropisch, zu erleben. Wem die Weitwanderung zu viel wird, kann jederzeit in die RhB einsteigen. Die Route besteht aus zehn Etappen, die sich einzeln auch gut für Tagesausflüge eignen. Die Wanderwege sind so vielfältig, dass es für jeden und jede eine passende Strecke dabei hat – für eher gemütliche wie auch für anspruchsvolle Wandervögel.

Ausgangsort: Thusis
Zielort: Tirano (Italien)
Distanz: 131 Kilometer (zehn Etappen)

1. Etappe: Thusis – Tiefencastel
Wanderzeit: ca. 7 Stunden
Distanz: 20 Kilometer
Highlight: Weg durch die Schinschlucht

2. Etappe: Tiefencastel – Filisur
Wanderzeit: ca. 4 Stunden
Distanz: 11 Kilometer
Highlight: Landwasserviadukt

3. Etappe: Filisur – Bergün
Wanderzeit: ca. 3 Stunden
Distanz: 9 Kilometer
Highlight: Engadiner Häuser in Bergün

4. Etappe: Bergün – Preda
Wanderzeit: ca. 3 Stunden
Distanz: 7 Kilometer
Highlight: Bahnerlebnisweg

5. Etappe: Preda – Spinas
Wanderzeit: ca. 4 Stunden
Distanz: 12 Kilometer
Highlight: Palpuognasee

6. Etappe: Spinas – St. Moritz
Wanderzeit: ca. 4 Stunden
Distanz: 13 Kilometer
Highlight: Märchenweg

7. Etappe: St. Moritz – Ospizio Bernina
Wanderzeit: ca. 7 Stunden
Distanz: 24 Kilometer
Highlight: Stazerwald

8. Etappe: Ospizio Bernina – Cavaglia
Wanderzeit: ca. 3 Stunden
Distanz: 8 Kilometer
Highlight: Sassal Masson

9. Etappe: Cavaglia – Le Prese
Wanderzeit: ca. 4 Stunden
Distanz: 11 Kilometer
Highlight: Gletschermühlen von Cavaglia

10. Etappe: Le Prese – Tirano
Wanderzeit: ca. 4 Stunden
Distanz: 14 Kilometer
Highlight: Lago di Poschiavo

Euschelpass, FR: Freiburger Röstipass

Auf der Sprachgrenze zu wandern, ist zwischen Jaun und Schwarzsee kein schmaler Grat, sondern ein gut ausgebauter Fussweg. Der Saumweg in den Freiburger Alpen führt durch herrliche Landschaften und bietet freie Sicht auf die Voralpen von La Gruyère.

Ausgangsort: Jaun
Zielort: Schwarzsee
Wanderzeit: ca. 4 Stunden
Distanz: 12 Kilometer
Anspruch: leicht

Verpflegungstipp:
Etwa 200 Meter unterhalb der Passhöhe liegt die Ritzli-Alp mit verschiedenen lokalen Spezialitäten, wo auf der grossen Terrasse auch die wunderbare Aussicht auf die Gastlosenkette genossen werden kann.

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