So wird die Sonnenwende noch spannender.

Mystisch, magisch, göttlich: Alte Kulturen verehrten die Sonnenwende-Tage um den 21. Juni als höchste Zeit des Jahres und widmeten ihr heilige Rituale.

1. Midsommar

Hoch im Norden, wo die Sonne nicht untergeht, sind die Traditionen zur Mittsommernacht besonders lebendig geblieben. Bei «Midsommar» handelt es sich beispielsweise in Schweden um ein Fest, das am Wochenende vor dem längsten Tag mit Schnaps und Hering gefeiert wird. Dazu gehören verschiedene Rituale und Bräuche, zum Beispiel das Tanzen um eine mit Blumen geschmückte « Midsommarstång».

2. Nacht der Götter

Einst glaubten die Menschen, dass in der Mittsommernacht die Götter auf die Erde kommen. Wer weiss? Beobachten Sie den Nachthimmel in der hoffentlich sternenklaren Nacht und tauchen Sie ein in die unendlichen Weiten des Weltalls …

3. Stonehenge

Zehntausende Sonnenanbeter pilgern jährlich zur rätselhaften Megalith-Kultstätte im Süden Englands, wo schon vor 4500 Jahren Mega-Partys stattgefunden haben sollen. Heute gilt dieses Happening beim Unesco-Kulturerbe als grösste unorganisierte Sommersonnwendfeier in Europa. Höhepunkt ist dabei der Sonnenaufgang am 21. Juni – also nicht zu spät aufstehen.

4. Feuerprozessionen

Für den Star des Tages – die Sonne – hielten auch alte Kulturen in den Alpenregionen Deutschlands, Österreichs und Südtirols Feuerrituale ab. Zum Beispiel mit Fackelprozessionen, dem kreisförmigen Schwingen von Fackeln oder Feuerrädern, welche die Hügel hinabgerollt wurden. Aus Brandschutzgründen sei von letzteren Ritualen abzuraten. Aber die Sommersonnenwende mit einem gemütlichen Lagerfeuer zu feiern, steht bestimmt unter einem guten Stern im Wendekreis des Krebses.

5. Hexenmythen

Ist es Magie oder einfach nur Pflanzenkunde? Um die Sommersonnenwende gibt es unzählige Rituale, die sich um das Blühen der Natur drehen. Ein paar Mythen zum längsten Tag:

Magische Kräfte
Ein Mythos glaubt, dass Kräuter, die an Mittsommer geerntet werden, magische Kräfte haben und Pflanzen ihre Eigenschaften an diesem Tag maximal entfalten würden.

Glückschmuck
Ein weiterer Aberglaube – wenn auch ein schmucker – besagt, dass es Glück bringen solle, wenn man um die Sommersonnenwende einen Kranz aus Sommerblumen bindet und mit ihm die Haustür ziert.

Traumkräuter
Folgende neun Kräuter, vor dem Schlafengehen zu einem Strauss gepflückt und unters Kopfkissen gelegt, lassen einen in der Nacht von der Zukunft träumen: Johanniskraut, Beifuss, Nachtkerze, Königskerze, Blutwurz, Nelkenwurz, Fieberklee, Ginster, Rainfarn.

Hexen-«Scanner»
Wer an Hexen glaubt, sollte wissen, dass man Hexen erkennen kann, wenn man zu Mittsommer einen Zweig Johanniskraut bei sich trägt.

Gartentipp
Wer zur Sommersonnenwende Unkraut ausreisst, dem wird es so schnell nicht wieder nachwachsen.

Anlagetipp
Die Sommersonnenwende scheint ein wahrer Glücksautomat zu sein. Besonders für Leute, die beim Aufwachen einen weissen Schmetterling sehen, der von Blüte zu Blüte fliegt. Diese Glückspilze dürfen Wohlstand erwarten – zumindest fürs kommende Jahr.

Liebesblumen
Bevor es Internet-Partnerbörsen gab, musste man noch bei Sonnenaufgang Blumen pflücken, damit einen im folgenden Jahr die Liebe findet. Heute findet man wohl leichter die Liebe als eine Blumenwiese.

Engel statt Bengel
Kinder, die in dieser Nacht gezeugt werden, sollen besonders wohlgeraten sein. Ob das stimmt, sollte man alle Fragen, die um den 21. März geboren wurden.

6. Liebe ist in der Luft

Hochzeit zur Hochzeit: Wer von der ewigen Liebe träumt, ist ihr an diesem Tag besonders nah. So soll der an diesem Tag geschlossene Bund des Lebens unter einem besonders guten Stern stehen.

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